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16.06.2016 - MZ / Ronny von Wangenheim Übersicht | Drucken

Integration von Flüchtlingen entscheidet sich im Alltag

Helfer berichten

Die Politik ist gefordert, wenn es um die Zukunft der Flüchtlinge in Deutschland geht. Doch eins vor allem wurde bei der Informationsveranstaltung der CDU-Verbände aus Legden und Ahaus am Donnerstagabend deutlich: Integration entscheidet sich im Alltag.

Foto
Podium mit Thierno Diallo
MZ / Ronny von Wangenheim -

Trotz des Fußballspiels war der Saal in der Gaststätte "Zur Barriere" gut gefüllt. Viele der Zuhörer sind selbst in der Integrationsarbeit aktiv und kämpfen wie Rebecca Brüggemann und Carmen Esposito-Stumberger dafür, dass die Flüchtlinge hier eine neue Heimat finden können. Die beiden Integrationshelferinnen berichteten gemeinsam mit Norbert Buss von der Berufsbildungsstätte Ahaus anschaulich von der Situation der Flüchtlinge vor Ort.

Jens Spahn vertrat als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesfinanzminister auch die Politik: "Bei jedem Einzelfall möchte ich helfen. Aber für das Gesamtsystem brauchen wir Regeln. Das heißt manchmal auch Härte."

Flüchtlinge willkommen

Aus Legden und Asbeck waren auch interessierte Flüchtlinge gekommen. Thierno Diallo erzählte stellvertretend, auf welchen Wegen er nach Deutschland kam und wie schwierig die ersten Monate waren, als er sich mit niemandem verständigen konnte. Spracherwerb ist nach wie vor die wichtigste Grundlage. Dass sich das am besten im Alltag vermittelt, betonte Rebecca Brüggemann. Die Asbecker Integrationslotsin forderte auf, "Leben miteinander zu teilen".

Doch inzwischen geht es um mehr. Auch das machte Diallo deutlich. Warten, bis man den Asylantrag stellen kann, warten auf die Anhörung - das müssen wie der Afrikaner viele Flüchtlinge sehr lange. "Ich will vernünftige Arbeit, ich will ein vernünftiges Leben", sagte Diallo.

Sehr frustrierend

"Sehr, sehr frustrierend" nannte auch Carmen Esposito-Stumberger diese Situation. Sie berichtete, dass jetzt 170 Flüchtlinge aus Ahaus endlich ihren Termin für den Asylantrag bekommen hätten. Manche seien bereits zwei Jahre hier.

Warum können Flüchtlinge nicht arbeiten und noch nicht einmal ein Praktikum machen, fragten einige Besucher. Auch Spahn sieht hier Handlungsbedarf. Er würde den Mindestlohn für eine Phase von maximal einem Jahr abschaffen und genauso die Vorrangprüfung bei Stellenbesetzungen. Der Wille der Arbeitgeber sei da. "Aber viele geben auf." Auch Norbert Buss forderte, Hürden abzubauen. Er betonte: "Auch wir müssen uns verändern, müssen unsere Systeme öffnen." Am Ende warben die Integrationshelferinnen, sich zu engagieren. Rebecca Brüggemann: "Ich habe noch nie eine so sinnvolle Freizeitbeschäftigung gehabt."


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